Zwiefach tanzen

Definition

Was ist ein
Zwiefacher

Eine ausführliche
Erklärung auf

Wikipedia

anhören

Zwiefache anhören

Sammlung zum Reinhören auf

Volkstanzkreis Freising

CD’s

Zwiefachen-CD's

Zu den Zwiefachen-
seminaren wurde jeweils eine CD von Willi Bauer eingespielt. Näheres unter:

CD's & DVD's

Die Besonderheit beim Zwiefachen besteht im (unregelmäßigen) Wechsel zwischen Dreivierteltakt und Zweivierteltakt also dem Wechsel zwischen Walzer und Dreher. Der Taktwechsel kann regelmäßig, unregelmäßig oder auch sehr unregelmäßig mit Variationen sein. Dabei kann die Musik die Takte sehr sauber spielen, sie aber auch in der Melodie untergehen lassen. Wie man sich sicher sehr gut vorstellen kann erlaubt das Zwiefache in vielerlei Schwierigkeitsgraden von leicht über verzwickt bis „varreckt“. Für viele Zwiefache gibt es auch Texte zum singen.

Die Zwiefachen sind in Bayern auch außerhalb ihrer Stammregionen in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Heute werden Zwiefache auf fast allen Volkstänzen gespielt. Meist werden Zwiefache als Zugabe am Ende einer Tanzrunde gespielt. Dabei hat es sich mit der Zeit so ergeben, dass ein Publikum das viele Zugaben fordert, dann auch mit immer schwereren Zwiefachen belohnt wird. Das wiederum führt dazu, dass es zur fortgeschrittenen Stunde bei immer weniger Tanzpaaren ganz „rund“ läuft mit den Zwiefachen.

Zwiefachen-Seminar 18.3.2018

In zwölfter Folge findet heuer wieder das Zwiefachen- Seminar statt, für viele „Zwiefachen- Narrische“, inzwischen fast schon ein „Muss“ geworden. Vorgestellt werden nicht die allseits bekannten Zwiefachen, sondern selten getanzte und noch nicht veröffentlichte Zwiefache aus unterschiedlichen Quellen. Willi Bauer, Musikant aus Passau, sucht diese unermüdlich aus Archiven, Bibliotheken und alten Handschriften.

Mehr Infos hier.

„Wer den niat ko…“ – Die Oberpfalz und ihre Zwiefachen 

Dieser „verzwickte“ Tanz steht am 14. April  2018 unter dem Motto „Wer den niat ko…“ – Die Oberpfalz und ihre Zwiefachen im Mittelpunkt. Einen ganzen Tag lang finden in Hemau (Lkr. Regensburg) verschiedene Veranstaltungen, Workshops und Vorträge zur Geschichte und Pflege dieser Tanzform statt. Der Zwiefache wird dabei nicht nur von unterschiedlichsten Seiten beleuchtet, sondern vor allem getanzt, gesungen und gespielt. Veranstalter sind die Kultur- und Heimatpflege des Bezirk Oberpfalz, das Kulturreferat des Landkreises Regensburg, die Stadt Hemau sowie die Tanngrindler Musikanten.

Mehr Infos hier.

Wissenwertes über den Zwiefachen

Der erste schriftliche Beleg findet sich in der Amberger Lautentabulatur um 1770. In der volksmusikalischen Überlieferung heißen die Zwiefachen „Bairische“, „Schweinauer“, „Schleifer“, „Heuberger“ u. a. Die Bezeichnung „Zwiefacher“ war nur im Raum Ingolstadt überliefert. Die heute allgemein verbreitete Erklärung, dass der Name sich von den zwei Schrittarten Dreher und Walzer ableite, entbehrt jeder Grundlage und ist etymologisch schlichtweg falsch.
Es gibt andere Deutungen, die stimmiger und logischer sind. Darüber hinaus sind die Zwiefachen in den letzen 50 Jahren zum volkskulturellen Exportschlager Bayerns geworden. So versteht man In Nordamerika unter „German Dance“ bayerische Zwiefache und die Volksmusikanten und -tänzer in Europa und in Israel spielen und tanzen mit Begeisterung bayerische Zwiefache.
(Quelle: Dr. Erich Sepp)


Immaterielles Kulturerbe „Zwiefacher“

Am 10.11.2016 wurde der Zwiefache im Kaisersaal der Münchner Residenz in das Bayerische Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen und Ende 2016 in das Bundesweite Verzeichnis. Bezirksheimatpfleger Dr. Maximilian Seefelder hatten den Antrag auf Würdigung des Zwiefachen als immaterielles Kulturerbe initiiert, das Kulturreferat des Bezirks Niederbayern hatte einen entsprechenden Antrag gestellt. Mehr dazu hier.

Zwiefach tanzen lernen

Zwiefach tanzen üben